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Blick über den Tellerrand
Pflege in anderen Ländern – Was können wir von unseren
Nachbarn lernen?

In einer Studie der Stiftung Münch wurde die Situation der Pflege in Großbritannien,
den Niederlanden, Schweden und Kanada untersucht. Alle haben mit Deutschland
vergleichbare Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften und der Sicherung der pflegerischen Versorgung bei zugleich wachsendem Bedarf in allen Bereichen der
Pflege. Aber welche Lösungsansätze verfolgen unsere Nachbarländer?
Unter der Leitung von Professor Michael Ewers, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin, hat ein Forscherteam die Situation der Pflege in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Kanada analysiert. Im Ergebnis wurde deutlich, dass anders als in Deutschland, in diesen Ländern mehr Investitionen in die hochschulische Aus- und Weiterbildung von Pflegenden, Maßnahmen zur Stärkung ihrer Selbstorganisation und Selbstverantwortung sowie die Erweiterung pflegerischer Aufgaben- und Verantwortungsbereiche vollzogen wurden. Hiermit wird versucht, den Herausforderungen für die Pflege, die in allen Ländern ähnlich sind, zu begegnen. So dienen diese Maßnahmen einer doppelten Zielsetzung: Sie fördern die Attraktivität der Pflege als zukunftsfähigen Beruf und sichern zugleich eine hochwertige und innovative pflegerische Versorgung.

Datum: 04.19

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Pflegekräfte streikten in Irland

(Dublin) Laut der Ärztezeitung vom 6. Februar 2019 streikten in Irland zu Beginn
des Jahres rund 37.000 Krankenschwestern, -pfleger und Hebammen, es wurden landesweit mehr als 50.000 Konsultationen gestrichen. Laut der Organisation
Irish Nurses and Midwives Organisation (INMO), die die beruflichen Interessen des Krankenpflegepersonals in der Republik vertritt, und inzwischen in 240 Kliniken, Gemeinschaftspraxen, Gesundheitszentren und anderen Einrichtungen des irischen
Gesundheitswesens gestreikt. Es gehe um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Die Krankenschwestern, -pfleger und Hebammen hatten bereits vorher für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Doch da waren nur 25.000 Patienten direkt betroffen und es wurde an lediglich 82 Kliniken und anderen Einrichtungen gestreikt. Die Tatsache, dass mit diesem Streik auch Einrichtungen wie Altenheime mit bestreikt wurden, deutete nach Einschätzung gesundheitspolitischer Beobachter auf eine weitere Eskalation des Streiks hin.

Datum: 04.19

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Patientensicherheit braucht Engagement

(Berlin) Ob in der Hausarztpraxis, der Klinik oder in Notfallsituationen – eine hohe Patientensicherheit steht für viele Ärzte und Pflegende auf der Agenda. Doch die Zahl der vermeidbaren Patientenschäden ist immer noch groß – obwohl die Bewegung für eine bessere Sicherheitskultur bereits seit fast zwei Jahrzehnten existiert. Wie können Gesundheitsorganisationen ein noch stärkeres Bewusstsein dafür schaffen? Welche Projekte und Methoden sind empfehlenswert?
Antworten geben Experten des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) auf ihrer 14. Jahrestagung, die am 9. und 10. Mai 2019 in Berlin stattfindet.
Unter dem Motto “Sicherheitskultur auf allen Ebenen” diskutieren Experten auf der Jahrestagung darüber, wie die Patientensicherheit in Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens noch besser verankert werden kann. „Die Frage lautet, was jeder Einzelne, jedes Team und jede Organisationseinheit tun kann, um die Patientensicherheit jeden Tag und kontinuierlich zu erhöhen”, so Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Seit fast zwei Jahrzehnten kämpfen wir für
mehr Patientensicherheit und es ist noch immer nicht gelungen, die Zahl der vermeidbaren Patientenschäden spürbar zu reduzieren. Es muss sich noch viel bewegen!”

Datum: 04.19

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Robotik in der Pflege – gesellschaftliche Herausforderungen lösen

(Berlin) Kaum ein gesellschaftlicher Bereich ist von der Alterung der Gesellschaft so betroffen wie die Pflege. Der drohende Pflegenotstand gilt als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen, die – so wird teilweise postuliert – nur mit dem verstärkten Einsatz neuer Technologien zu bewältigen ist. Speziell autonom agierenden Service- bzw. Pflegerobotern wird großes Potenzial zugeschrieben, Pflegekräfte entlasten und Pflegebedürftige im Alltag unterstützen zu können – entsprechende Anwendungen befinden sich zahlreich in Entwicklung und Erprobung. Gleichzeitig stellen sich aber auch grundsätzliche Fragen hinsichtlich der gesellschaftlichen Wünschbarkeit eines verbreiteten Robotereinsatzes, vor allem angesichts der grundlegenden Bedeutung der zwischenmenschlichen Interaktion für die Pflegearbeit.
Im Zentrum eines öffentlichen Fachgesprächs im Deutschen Bundestag am 20.02.2019 standen drei Kernfragen:

  • Was können Roboter zu guter Pflege beitragen und welche pflegerischen sowie ethischen Herausforderungen ergeben sich durch eine zunehmende Automatisierung des Pflegealltags?
  • Wie könnte eine angemessene Gestaltung der Technikentwicklung aussehen, um möglichst bedarfsorientierte und akzeptanzfähige Lösungen zu erhalten?
  • Welche Rolle sollten Automatisierungslösungen zukünftig im Kontext der Pflege zukommen? Was sind wünschenswerte gesellschaftliche Entwicklungen und politische Gestaltungsoptionen für die Pflege der Zukunft?

Die Berichterstattergruppe Technikfolgen-Abschätzung ist sich einig, dass die Gestaltung guter Pflege eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Gesellschaft ist. Mit dem öffentlichen Fachgespräch wollte der Ausschuss gemeinsam mit dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung einen Beitrag dazu leisten, diese gesellschaftliche Debatte zu fördern.

Datum: 04.19

 

Thüringen: Der Landtagswahlkampf beginnt

(Erfurt) Die Arbeitsabläufe in der Gesundheitsbranche müssen entbürokratisiert werden, lautete eine Forderung im Rahmen des Pflegeforums der CDU-Landtagsfraktion im Thüringer Landtag am 07.02.2019. „Wir empfehlen, im Gesundheitsministerium einen Ansprechpartner zu bestimmen, an den sich zu Pflegende, Ärzte, Krankenhäuser und -kassen mit Verbesserungsvorschlägen für weniger Bürokratie wenden können”, so der Vorschlag des pflegepolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Thamm. „Weniger Bürokratie im Gesundheitswesen heißt mehr Zeit für zu Pflegende.” Er bezog sich dabei auf eine Anregung der bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml (CSU) auf dem Forum “Pflegepersonal – Helden des Alltags”. Huml beschrieb eindrücklich, wie unsinnige Vorschriften in Bayern abgeschafft und Abläufe im Gesundheitswesen verbessert wurden. Sie nannte Beispiele für politische Aktivitäten und Entscheidungen zur Verbesserung der Pflege in Bayern. Hierzu gehörten das Landespflegegeld 1.000 €/Jahr ab Pflegegrad II zur freien Verfügung und Unterstützung der Kommunen für den Einsatz von Hebammen mit 40 €/Geburt – insgesamt ein Paket über 5 Mio. Euro. Des Weiteren ist die Einrichtung von 108 Fachstellen für pflegende Angehörige vorgesehen. Für demente Pflegebedürftige solle die Kurzzeitpflege ausgebaut werden.

Datum: 04.19

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Heimbewohnerin von Fahrstuhltüren eingeklemmt

(Düsseldorf) Wird eine Heimbewohnerin trotz Lichtschranke und Bewegungssensoren von den Fahrstuhltüren eingeklemmt, so haftet dafür nicht die Betreiberin des Seniorenheims, wenn der Fahrstuhl in den letzten 25 Jahren unfallfrei betrieben und der Fahrstuhl regelmäßig gewartet wurde. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Urteil vom 26.04.2016 entschieden. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts habe der Aufzug den Bedürfnissen von Heimbewohnern entsprochen. Es verfügte über eine Lichtschranke und einer Vorfeldüberwachung, was grundsätzlich geeignet sei, einen Vorfall wie den hier zu beurteilenden zu verhindern. Dafür spreche insbesondere, dass der Fahrstuhl seit seiner Inbetriebnahme unfallfrei betrieben wurde. Es sei nicht auszuschließen, dass das Unfallgeschehen auf einem einmaligen, nicht mehr nachvollziehbaren technischen Defekt beruht habe. Eine Untersuchung des Aufzugs sei nicht mehr möglich, nachdem dieser aufgrund anderer baulicher Notwendigkeiten im Jahr 2012 ausgetauscht wurde.
Urteil v. 26.04.2016; AZ: I-24 U 144/15

Datum: 04.19

 

Kündigung wegen Wiederverheiratung

(Düsseldorf) Einem der katholischen Kirche angehörender Chefarzt, der in einem der römisch-katholischen Kirche verbundenen Krankenhaus, beschäftigt war, wurde gekündigt, nachdem er nach der Scheidung von seiner ersten Ehefrau ein zweites Mal standesamtlich im Jahr 2008 heiratete. Hiergegen hat sich der Kläger mit einer Kündigungsschutzklage gewandt. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht haben der Klage stattgegeben. Mit seiner Wiederverheiratung verletzte der Kläger weder eine wirksam vereinbarte Loyalitätspflicht noch eine berechtigte Loyalitätserwartung der Beklagten. Die Vereinbarung im Dienstvertrag der Parteien ist gem. § 7 Abs. 2 AGG unwirksam, soweit dadurch das Leben in kirchlich ungültiger Ehe als schwerwiegender Loyalitätsverstoß bestimmt ist. Diese Regelung benachteiligte den Kläger gegenüber nicht der katholischen Kirche angehörenden leitenden Mitarbeitern wegen seiner Religionszugehörigkeit und damit wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes, ohne dass dies nach § 9 Abs. 2 AGG gerechtfertigt ist. Die Loyalitätspflicht, keine nach dem Glaubensverständnis und der Rechtsordnung der katholischen Kirche ungültige Ehe zu schließen, war im Hinblick auf die Art der Tätigkeiten des Klägers und die Umstände ihrer Ausübung keine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung.
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 20. Februar 2019 - 2 AZR 746/14.

Datum: 04.19

 

Verfall von Urlaubsansprüchen – Obliegenheiten des Arbeitgebers

(Düsseldorf) Das Bundesurlaubsgesetz (BurlG), § 7 Abs. 3 Satz 1, sieht vor, dass Urlaub, der bis zum Jahresende nicht gewährt und genommen wird, verfällt. Das galt nach bisheriger Rechtsprechung selbst für den Fall, dass der Arbeitnehmer den Arbeitgeber rechtzeitig, aber erfolglos aufgefordert hatte, ihm Urlaub zu gewähren. Allerdings konnte der Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen Schadensersatz verlangen, der während des Arbeitsverhältnisses auf Gewährung von Ersatzurlaub und nach dessen Beendigung auf Abgeltung der nicht genommenen Urlaubstage gerichtet war. Diese Rechtsprechung hat der Senat weiterentwickelt und damit die Vorgaben des Gerichtshofs der Europäischen Union aufgrund der Vorabentscheidung vom 6. November 2018 umgesetzt.
Die Intiative muss vom Arbeitgeber kommen
Nach Maßgabe des § 7 Abs. 1 Satz 1 BUrlG ist es dem Arbeitgeber vorbehalten, die zeitliche Lage des Urlaubs unter Berücksichtigung der Urlaubswünsche des Arbeitnehmers festzulegen. Dem Arbeitgeber obliegt die Initiativlast für die Verwirklichung des Urlaubsanspruchs. Nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs ist der Arbeitgeber gehalten, "konkret und in völliger Transparenz dafür zu sorgen, dass der Arbeitnehmer tatsächlich in der Lage ist, seinen bezahlten Jahresurlaub zu nehmen, indem er ihn - erforderlichenfalls förmlich - auffordert, dies zu tun". Der Arbeitgeber hat klar und rechtzeitig mitzuteilen, dass der Urlaub am Ende des Bezugszeitraums oder eines Übertragungszeitraums verfallen wird, wenn der Arbeitnehmer ihn nicht nimmt. Bei einer richtlinienkonformen Auslegung des § 7 BUrlG kann der Verfall von Urlaub daher in der Regel nur eintreten, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zuvor konkret aufgefordert hat, den Urlaub zu nehmen, und ihn klar und rechtzeitig darauf hingewiesen hat, dass der Urlaub anderenfalls mit Ablauf des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums erlischt.
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19. Februar 2019 - 9 AZR 541/15.

Datum: 04.19

 

Fachtagung: Palliative Versorgung und Betreuung

(Harztor/ Ilfeld) Am 4. März nahmen 50 Pflegefachkräfte aus mehreren Bundesländern an der 54. Pflegefachtagung zu Palliativer Versorgung in Zusammenarbeit des Deutschen Pflegeverbandes und der Neanderklinik Harzwald
GmbH teil. Referentin des Tages war Manuela Ahmann, Diplom Medizinpädagogin
aus Dortmund. Der Schwerpunkt der Tagung lag auf der Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase eines Patienten. Konkret wurde hier die Auseinandersetzung
mit Sterben, Tod und Trauer thematisiert. So soll die fachliche und psychosoziale
Kompetenz der Pflegenden gestärkt und erweitert werden.
Die Teilnehmer erwarben Wissen und Kenntnisse über das Hospiz- und Palliativgesetz
sowie dessen Auswirkungen und den Umgang mit der “Gesundheitlichen Versorgungsplanung in der letzten Lebensphase”. Ziel sei es, die Lebensqualität von Menschen im Sterben besser zu erhalten. Auch die Wünsche von Menschen mit Demenz sollten in die letzte Lebensphase einbezogen werden, um ihnen einen Tod in Würde zu ermöglichen. Betreuende Kräfte können Symptome lindern und individuelle
Bedürfnisse und Wünsche aus dem Verhalten und aus nicht ausgesprochenen Botschaften sensibel erspüren und reflektieren, um zum Wohlbefinden der Patienten in den letzten Monaten und Wochen des Lebens beizutragen.

Datum: 04.19

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