zurückVerhütung (Prophylaxe) von Druckgeschwüren (Dekubiti) würde Leiden verhüten und Milliarden Euro einsparen

Der Hauptfaktor in der Entstehung der kostenaufwendigen chronischen Wunden (Dekubitus) liegt weiterhin in der Nichtverordnungsfähigkeit von Prophylaxen aufgrund der Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, die am 02.03.2005 in Kraft getreten ist.

Nach Expertenschätzung könnten durch Vorbeugung Folgekosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro (Pelka 1997) eingespart werden. Bei durchschnittlichen Behandlungskosten von 6.000,00 € pro entstandenem Dekubitus wären demgegenüber 200 Einsätze als präventiv pflegerische Maßnahmen bei gefährdeten Patienten im ambulanten und stationären Altenhilfebereich möglich. Vor dem Hintergrund des 4 Milliardenüberschusses der Krankenkassen und der Versagung dieser wesentlichen pflegerischen Intervention zur Verhütung von Druckgeschwüren ein sozial ökonomischer Skandal.

zurückRolf Höfert
Geschäftsführer des Deutschen Pflegeverbandes (DPV) e.V.
Mittelstr. 1, 56564 Neuwied