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Pflegepersonaluntergrenzen: Mangelhaft!

(Berlin) Das BMG hat nach dem Scheitern der Verhandlungen der Selbstverwaltung
im August einen Entwurf für eine Verordnung zu Pflegepersonaluntergrenzen im Krankenhausbereich vorgelegt. Gegen diesen Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums hat der DPV als Mitglied des Deutschen Pflegerates DPR deutliche Kritik geübt. „Im Koalitionsvertrag hat man uns spürbare Entlastung versprochen. Davon kann nun keine Rede sein”, so Rolf Höfert. „Abweichend vom Koalitionsvertrag sollen die angedachten Untergrenzen nun doch nur für einige Bereiche im Krankenhaus gelten. Die Personaluntergrenzen müssten so bemessen
sein, dass sie eine bedarfsgerechte Pflege ermöglichten. Untergrenzen die ausschließlich darauf abzielten, akute Patientengefährdungen zu reduzieren, sind nicht zielführend. Im Gegenteil: die vorgesehene Regelung des BMG ist völlig unzureichend und im schlimmsten Fall dazu geeignet, die Situation an vielen deutschen Krankenhäusern sogar noch zu verschlimmern!”

Datum: 10.18

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Pflegepersonalstärkungsgesetz

(Berlin) Das Bundeskabinett hat am 1. August den Gesetzentwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes beschlossen.
Das Gesetz soll u.a. das im Koalitionsvertrag vereinbarte “Sofortprogramm Pflege” umsetzen. Die wichtigsten Punkte des Gesetzes sind:

  • 13.000 Stellen sollen in der stationären Altenpflege neu geschaffen und von der gesetzlichen Krankenkasse ohne finanzielle Beteiligung der Pflegebedürftigen finanziert werden. Die Zahl der finanzierten Stellen wird nach Bewohnerzahl gestaffelt.
  • Um Pflegekräfte zu entlasten, wird die Digitalisierung gefördert. Die Pflegeversicherung stellt einmalig pro Einrichtung (ambulant oder stationär) 12.000 Euro zur Verfügung, um die Digitalisierung zu fördern und so Pflegekräfte zu entlasten.
  • Die ambulante Alten- und Krankenpflege, insbesondere im ländlichen Raum, wird durch eine bessere Honorierung der Wegezeiten gestärkt.
  • Bereits ab dem Jahr 2018 werden die Tarifsteigerungen für die Pflegekräfte im Krankenhaus vollständig von den Kostenträgern refinanziert. Die zusätzlichen Finanzmittel sind für Pflegepersonal einzusetzen. Das ist durch einen Nachweis zu belegen.

Datum: 10.18

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Neuer Pflege-TÜV in Arbeit

(Berlin) Beim 3. MDK-Kongress Ende Juni 2018 in Berlin diskutierten Fachleute aus Politik, Gesundheitswesen und Wissenschaft mit Vertretern des MDK neue Ansätze für mehr Patientenorientierung sowie für die Weiterentwicklung der Qualität in der medizinischen und pflegerischen Versorgung.
Im Fokus stand u.a. die Entwicklung einer neuen MDK-Prüfung für Pflegeheime ab 2019. „Das neue Prüfverfahren wird noch viel stärker als bisher die bewohnerbezogene Qualität ins Zentrum der MDK-Qualitätsprüfung rücken. Im Fokus steht: Welche Pflegequalität kommt beim pflegebedürftigen Menschen tatsächlich an?”, sagte Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS. Themen wie Förderung der Mobilität, Unterstützung bei herausforderndem Verhalten und soziale Betreuung werden künftige Prüfinhalte sein. Festgestellte Qualitätsmängel, die im bisherigen Pflegenotensystem wenig transparent dargestellt sind, sollen besser erkennbar werden. Die bewohnerbezogenen Bewertungen werden das Maß für die Bewertung sein.

www.mdk.de

Datum: 10.18

 

Deutsche erwarten mehr für die Pflege

(Berlin) Der neue ARD-Deutschland Trend zeigt: Insgesamt sind 78% unzufrieden
mit der Arbeit der Regierung; das entspricht fast vier von fünf Deutschen.
Diese Unzufriedenheit spiegelt sich auch in der Beurteilung der Kennzahlen zur Gesundheits- und Pflegepolitik der Regierung wider: Insgesamt waren 79% der Befragten der Meinung, dass das Thema Pflege in der politischen Diskussion zu kurz kommt. Auch die bereits geplanten politischen Maßnahmen werden negativ bewertet.
Demnach glauben 84% der Befragten nicht, dass sich die Situation der Patienten
durch die im Pflegepersonalstärkungsgesetz geplanten Vorgaben an Krankenhäuser spürbar verbessern wird. Positive Nachrichten gibt es für den amtierenden Gesundheitsminister Jens Spahn. Dieser legt auf der Beliebtheitsskala um 2 Prozentpunkte zu und kommt auf 28% Zustimmung gegenüber der letzten Umfrage.

Deutscher Pflegeverband e.V.

Datum: 10.18

 

Eigenanteile im Heim wieder gestiegen

(Berlin) Der Trend bei den Pflegekosten in Deutschland hält an: Für die Unterbringung
in einem Pflegeheim müssen Pflegebedürftige auch 2018 wieder tiefer in die eigene Tasche greifen. Seit Jahresbeginn ist der durchschnittliche Eigenanteil bei den Pflegeheimkosten auf jetzt 1.831 Euro gestiegen. Das zeigt eine Auswertung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), die im Juli 2018 veröffentlicht wurde.
Die Angaben beruhen laut PKV auf Daten von rund 11.000 der etwa 13.000 Pflegeheime in Deutschland. Am tiefsten in die eigene Tasche greifen müssen demnach die Pflegebedürftigen in Nordrhein-Westfalen; dort kostet ein Heimplatz im Schnitt 2.325 Euro im Monat. Am preiswertesten sind Heimplätze in Sachsen und Sachsen-Anhalt, wo 1.201 beziehungsweise 1.204 Euro fällig werden.


www.pkv.de

Datum: 10.18

 

30 Prozent Zuschlag für Nachtwache

(Mainz) Das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz hat entschieden: Nicht tarifgebundene Betreiber von Alten- und Pflegeheimen müssen Dauernachtwachen einen Nachtarbeitszuschlag von 30% zahlen (Urteil vom 7. Juni 2018; Az.: 5 Sa 446/17). Das Gericht argumentierte: Nur weil die Nachtarbeit in einem Alten- und
Pflegeheim zwingend notwendig ist, sei damit noch keine Verringerung des regelmäßigen Zuschlagssatzes von 30% gerechtfertigt. Wenn der Arbeitgeber geringere Zuschläge mit vermeintlichen Bereitschaftszeiten in der Nacht begründet, hat er diese genau zu belegen.
Im konkreten Fall war die Höhe der Nachtarbeitszuschläge bei Dauernachtarbeit
strittig. Die examinierte Altenpflegerin war seit November 2010 in einem nicht tarifgebundenen Alten und Pflegeheim als Dauernachtwache beschäftigt. Laut Arbeitsvertrag sollte sie im Monat 17 Nachtwachen zwischen 20 und 6.45 Uhr leisten. Pro Nachtwache zahlte der Arbeitgeber eine Nachtarbeitspauschale in Höhe von 20,45 Euro. Während des Urlaubs und Krankheitszeiten wurde die Pauschale nicht gewährt.

Datum: 10.18

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Sturz der pflegenden Ehefrau kein Arbeitsunfall

(Karlsruhe) Das Sozialgericht Karlsruhe entschied, dass das Stürzen einer Pflegeperson während sie nicht aktiv eine Pflegetätigkeit verrichtet, keinen Arbeitsunfall darstellt (Urteil vom 09.08.2012; AZ S 1 U 4760/11).
Im konkreten Fall hatte eine pflegende Ehefrau geklagt, dass Ihr Sturz als Arbeitsunfall zu bewerten sei. Die Klägerin pflegt seit mehreren Jahrzehnten
ihren Ehemann, der in seiner Mobilität stark eingeschränkt ist. Am Unfalltag war für 8 Uhr ein Liegend-Krankentransport wegen einer stationären Behandlung des Ehemanns vorgesehen. Bereits gegen 6 Uhr wollte sie die für den Krankenhausaufenthalt gerichteten Koffer mit Kleidungsstücken vom Obergeschoss der Ehewohnung in das Erdgeschoss transportieren. Dabei stürzte sie die Treppe herunter und zog sich zahlreiche Verletzungen zu. Die beklagte Berufsgenossenschaft lehnte die Anerkennung des Ereignisses als Arbeitsunfall ab, weil die Klägerin zum Unfallzeitpunkt keine den Versicherungsschutz begründende Tätigkeit ausgeübt habe. Insbesondere habe sie zum Unfallzeitpunkt keine aktive Pflegetätigkeit an ihrem Ehemann verrichtet.

Datum: 10.18

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RESOLUT für Nordthüringen

(Erfurt) Am 21. August hat unsere Vorsitzende, Martina Röder, an der Veranstaltung
RESOLUT-Konferenz für eine gesunde Region im Thüringer Landtag teilgenommen.
RESOLUT ist ein interdisziplinäres Team aus Medizinern, Psychologen, Altenpflegern, Verwaltungs- und Kommunikationswissenschaftlern, Soziologen und Ökonomen als ein gemeinsames Bündnis zwischen dem Universitätsklinikum Jena, der Hochschule
Nordhausen und der Deutschen Krebsgesellschaft. Oberstes Ziel ist die Verbesserung der Versorgung von onkologischen Patienten in der Region Nordthüringen.
Da darf selbstverständlich der Input des DPV nicht fehlen. Im Beisein von ranghohen Politikern, Christian Carius, Präsident des Thüringer Landtags, Christian Hirte (MdB,
Ostbeauftragter der Bundesregierung), Heike Werner, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen in Thüringen, diskutierten die Vertreter von Pflege- und Berufsverbänden, Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen die aktuelle Situation in Nordthüringen und innovative Ansätze, um Engpässen in der
medizinischen und pflegerischen Versorgung, insbesondere im ambulanten, wohnortnahen Bereich in ländlichen Regionen, zu begegnen.
Im Mittelpunkt standen die Fragen: Wo gibt es Ressourcen und Potentiale? Welche Barrieren zeigen sich und welche konkreten Ideen können zu einer Verbesserung der Situation von Krebspatienten beitragen? Zentrale Bestandteile der Strategie sollen eine digitale Plattform, eine Wissensdatenbank, Onkolotsen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen, Hausärzten, Fachärzten und Experten sein.

Deutscher Pflegeverband e.V.

Datum: 10.18

 

 

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Aktuelles

DPV-Mitgliederversammlung

Wann: 13. November 2018, 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Wo: Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe
Neanderklinik Harzwald GmbH, Neanderplatz 4, 99768 Harztor/OT Ilfeld

 

Generalistische Ausbildung

Was ist das?
Was ändert sich?
Warum brauchen wir das?

Antworten finden Sie in unserem Flyer.

 

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