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Zwei Jahre Pflegestärkungsgesetze
Keine Rede von einer starken Pflege

Die letzten Jahre waren geprägt von zahlreichen Reformen: drei Pflegestärkungsgesetze, Pflegeberufereform, Entbürokratisierung der Pflegedokumentation und Errichtung von Pflegekammern haben die Pflegebranche gehörig aufgewirbelt. Viele weitere Vorhaben befinden sich aktuell in der politischen Pipeline.
Enttäuschung über Altenpflegepolitik: Mittlerweile haben sich die Pflegeeinrichtungen auf die neuen Gesetze eingestellt. Nachdem zahlreiche negative Äußerungen verlauteten, wurde das Stimmungsbild hinsichtlich der Pflegepolitik im 2. Deutschen Altenpflegebarometer repräsentativ abgebildet. Das Ergebnis der Befragung ist ernüchternd: 86% der befragten Heimleiter und Geschäftsführer sind mit der Altenpflegepolitik der Bundesregierung unzufrieden. Die von der Branche erhofften und von der Politik versprochenen Verbesserungen konnten aus Sicht der Praktiker nicht realisiert werden.

Datum: 02.19

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PflegeComeback-Studie

(Berlin) Am 26. November 2018 wurde die erste Studie PflegeComeBack zur Rückkehrbereitschaft von Pflegkräften vorgestellt. Die Kernaussage lautet: 48% der ausgebildeten Pflegekräfte, die ihrem Beruf in den vergangenen Jahren verlassen haben, können sich einen Wiedereinstieg vorstellen. Somit läge die Zahl potenzieller Rückkehrer bei 120.000 bis 200.000 Personen. Ihre Bereitschaft für eine Rückkehr in die Pflege knüpften die Befragten an Veränderungen. Von 42% und damit am häufigsten wurden “andere Strukturen und Arbeitsbedingungen” genannt. Ein Drittel der Befragten fordert mehr Personal und für 30% ist eine bessere Bezahlung eine Grundvoraussetzung.

Die Studie wurde im Auftrag des Medizinprodukteherstellers HARTMANN durch das unabhängige Institut Psyma Health & CARE durchgeführt.

Datum: 02.19

 

Pflegereport 2018

(Berlin) Am 8. November 2018 hat die BARMER-Krankenkasse ihren Pflegereport
2018 öffentlich vorgestellt. Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung in der häuslichen Pflege. An der repräsentativen Befragung haben mehr als 1.900 pflegende Angehörige teilgenommen. Die Ergebnisse belegen eine starke Überlastung:

  • So stehen 185.000 von rund 2,5 Millionen Personen, die heute Angehörige zu Hause pflegen, kurz davor, diesen Dienst einzustellen
  • 6,6% (164.000 Personen) wollen nur mit mehr Hilfe weiter pflegen
  • Knapp 1% will auf keinen Fall länger pflegen

Laut dem Pflegereport gibt es in Deutschland rund 2,5 Millionen pflegende Angehörige, darunter rund 1,65 Millionen Frauen. Nur ein Drittel aller Betroffenen geht arbeitet, jeder Vierte aber hat seine Arbeit aufgrund der Pflege reduziert oder ganz aufgeben müssen. Die Hälfte von ihnen kümmert sich sogar mehr als zwölf Stunden täglich um die pflegebedürftige Person mit zunehmenden gesundheitlichen Folgen.
Nicht von ungefähr wünschen sich 60% der pflegenden Angehörigen Unterstützung
bei der Pflege. Allerdings finde mehr als die Hälfte der Hauptpflegepersonen niemanden, um sich für längere Zeit vertreten zu lassen. Wie aus dem Report hervorgeht, nehmen knapp 440.000 pflegende Angehörige Kurzzeitpflege und je knapp 380.000 Personen die Tagespflege sowie Betreuungs- und Haushaltshilfen nicht in Anspruch. Dies begründen sie neben einem fehlenden Angebot hauptsächlich mit Zweifeln an der Qualität und den Kosten.
( Pflegereport 2018, BARMER (www.barmer.de)

Datum: 02.19

 

Gewalt in der häuslichen Pflege

(Berlin) Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus, und Franz Müntefering, Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) widmeten sich in einer Veranstaltung am 21.11.2018 der Thematik der Überforderung in der häuslichen Pflege.
Dabei wurde mit den Betroffenen und Experten darüber diskutiert, wie die häusliche Pflege am besten gestärkt werden kann. Viele pflegende Angehörige erreichen die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Eine vom Pflegebevollmächtigten geförderte Untersuchung der Goethe-Universität Frankfurt/Main zeigte auf, dass es in der häuslichen Pflege nicht nur in Einzelfällen zu Versorgungsmängeln und sogar Gewalt kommt. Weitere Studien bestätigen dieses Ergebnis. Dennoch wird das Thema öffentlich immer noch tabuisiert. Aus diesem Grund war es dem Pflegebevollmächtigten Westerfellhaus und der BAGSO ein Anliegen, hier ein Diskussionsforum zu schaffen.

Datum: 02.19

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Bis zu 600.000 Krankenhausinfektionen

(Berlin) Die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der FDPFraktion
benennt aktuelle Zahlen zu nosokomialen Infektionen in Deutschland. Hochrechnungen des Nationalen Referenzzentrums (NRZ) zufolge kommt es zu 400.000 bis 600.000 Krankenhausinfektionen pro Jahr. Die Zahl der durch die nosokomialen Infektionen verursachten Todesfälle liegt bei 6.000 bis 15.000/p.a.
Die häufigsten nosokomialen Infektionen betreffen den Angaben zufolge untere Atemwegsinfektionen (24%), postoperative Wundinfektionen (22,4%) und Harnwegsinfektionen (21,6%). Bei der Bewertung der Todesfälle sei zu berücksichtigen, dass viele Betroffene an schweren Grunderkrankungen litten, die auch ohne Krankenhausinfektion häufig zum Tod führten.
Cave: Invasive Untersuchungen Der Großteil der nosokomialen Infektionen ist auf Erreger der körpereigenen Bakterienflora der Patienten zurückzuführen. Diese gelangen bei invasiven Untersuchungen oder Therapien, zum Beispiel mittels Gefäßkatheter, Harnwegskatheter, Ernährungssonden oder künstliche Beatmung, in den Körper. Darüber hinaus spielen Hygienemängel, insbesondere bei der Händehygiene, eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Erreger. Nosokomiale Infektionen bleiben weiterhin ein ernstzunehmendes Problem, das durch die demografische Entwicklung, eine Zunahme an komplizierten medizinischen Eingriffen
und den Anstieg an resistenten Erregern verstärkt wurde. Sie sind somit eine der häufigsten Todesursachen. Verlaufen Infektionen nicht tödlich, können sie dennoch schwerwiegende Gesundheitsschäden hervorrufen, die sich nicht selten in Amputationen und anderen bleibenden Behinderungen darstellen.

Datum: 02.19

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Niedrigere Fachkraftquote würde Belastung erhöhen

Die Online-Umfrage "Altenpflege im Fokus" bestätigt: Eine Absenkung
der Fachkraftquote würde die Mitarbeiter weiter belasten und zu einer Verschlechterung der Pflegequalität führen.

  • 91% der Befragten sind der Ansicht, dass eine Senkung der Fachkraftquote unter
    50% die Arbeitsbelastung der Fachkräfte erhöhen würde
  • 82% meinen, dass sich durch eine abgesenkte Fachkraftquote die Qualität der Pflege
    verschlechtern würde
  • 78% vertreten die Auffassung, dass angesichts der steigenden Herausforderungen in der Zukunft die Fachkraftquote erhöht anstatt gesenkt werden sollte

Die repräsentative Online-Umfrage "Altenpflege im Fokus" wurde durch das Medienhaus Vincentz Network und die Fachzeitschrift Altenpflege zwischen dem 10. September und dem 1. Oktober 2018 durchgeführt. Insgesamt nahmen 720 Fachkräfte aus stationären Einrichtungen in Deutschland daran teil. 48% von ihnen arbeiten eigenen Angaben zufolge als Pflegedienstleitung, 23% als Pflegefachkraft, je 17% als Wohnbereichsleitung oder im Qualitätsmanagement und 12% in der Praxisanleitung.

www.altenpflege-online.net

Datum: 02.19

 

Urlaubsanspruch erlischt nicht automatisch

(Luxemburg) Der EuGH hat in seinem Urteil vom 6. November 2018 entschieden, dass der Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub nicht automatisch deshalb verfallen darf, weil der Arbeitnehmer keinen Urlaub beantragt hat.
Im aktuellen Fall absolvierte der Kläger als Rechtsreferendar beim Land Berlin seinen juristischen Vorbereitungsdienst. Nach dem Ende des Vorbereitungsdienstes beantragte er eine finanzielle Vergütung für die nicht genommenen Urlaubstage. Das Land lehnte den Antrag ab. Herr K. focht daraufhin die Ablehnung vor den deutschen Verwaltungsgerichten an. Unionsrecht oder nationale Regelung? Das OVG Berlin-Brandenburg ersuchte daraufhin den EuGH, ob das Unionsrecht einer nationalen Regelung (§ 9 der Verordnung über den Erholungsurlaub der Beamten und Richter vom 26.04.1988 - GVBl. 1988, 846 bzw. § 7 BUrlG) entgegenstehe, die den Verlust des nicht genommenen bezahlten Jahresurlaubes und den Verlust der finanziellen
Vergütung für diesen Urlaub vorsehe, wenn der Arbeitnehmer den Urlaub nicht vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses beantragt habe.

Datum: 02.19

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OP am falschen Knie

Frau hat am Landgericht Hannover auf dem Vergleichsweg Schmerzensgeld und Schadensersatz in Höhe von 47.270 Euro zugesprochen bekommen (Urteil des Landgerichts Hannover vom 27.11.2018).
Die Frau war auf einer Kellertreppe gestürzt und hatte sich dabei eine Schienbeinkopffraktur zugezogen – am linken Bein. Doch operiert wurde im Krankenhaus Lehrte das rechte Knie; erst im Nachgang – als der Kunstfehler entdeckt worden war – kam auch das linke an die Reihe. Bis heute leidet die
Klägerin unter den Folgen In der Gerichtsverhandlung gaben zwei OP-Ärzte und ein Chefarzt zu, dass die Lehrter Klinik an jenem 4. April 2014 alle Vorbereitungen für einen Eingriff am linken Knie getroffen hatte. Am rechten Knie war zwar auch ein Bluterguss zu sehen, doch schmerzhaft sei dies für die Patientin nicht gewesen.
Laut Aussage der Mediziner stellten diese nach der Narkotisierung aufgrund einer Bildaufnahme fest, dass auch im rechten Knie eine Fraktur vorlag, noch schlimmer als im linken. Daraufhin hätten sie sich spontan entschlossen, das rechte Knie zu öffnen.
Doch eine Aufklärung über eine OP an diesem Bein hatte es nie gegeben. Zudem
existieren keine Bilder von dem Knie. Der gerichtliche Sachverständige äußerte sein Befremden: „Besonders bei einer regelwidrigen OP ist eine Fotodokumentation
immens wichtig.”

Datum: 02.19

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Beratung im DPV

Am 14. Dezember 2018 hat die telefonische Rechtsberatung für Mitglieder stattgefunden. Viele der DPV-Experten haben sich dafür zur Verfügung gestellt. Somit war es möglich, die Anrufer direkt mit den richtigen Experten zu verbinden, sodass alle Fragen beantwortet werden konnten. Nachfolgend werden einige Beratungsbeispiele anonymisiert wiedergegeben.

Längere Krankheit
Eine Auszubildende hatte aufgrund längeren Ausfalls Fragen zur Anrechnung
von Fehlzeiten gemäß dem Krankenpflegegesetz. Der Experte konnte Auskunft geben, dass auf die gesetzlich festgelegte Dauer einer Ausbildung für Gesundheits-und KrankenpflegerInnen Unterbrechungen durch Krankheit oder aus anderen, von der Schülerin nicht zu vertretenden Gründen bis zu 10% der Stunden des Unterrichts sowie bis zu 10% der Stunden der praktischen Ausbildung angerechnet werden. Kann infolge von Krankheit die staatliche Prüfung nicht abgelegt werden, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis durch einen schriftlichen Antrag bis zur nächsten Wiederholungsprüfung, höchstens jedoch um ein Jahr.
Der Betrieb kann dem Auszubildenden jedoch wegen einer Krankheit kündigen,
wenn feststeht, dass mit einer Gesundung innerhalb der Ausbildungszeit nicht zu rechnen ist oder die Eignung für den Ausbildungsberuf infolge der Krankheit (hohe Fehltage) dauerhaft entfallen ist und dadurch die notwendigen beruflichen Kompetenzen nicht mehr erworben werden können oder die Sicherheitsrisiken für den Betrieb zu hoch werden.

Datum: 02.19

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Neue Imagebroschüre

(Neuwied) Die neue multimediale Broschüre des Deutschen Pflegeverbandes stellt seine Arbeit anschaulich vor. Auch werden die politischen Ziele und die Vorteile der Mitgliedschaft dargestellt. Durch die Verlinkung zu den Partnern können sich Interessenten direkt per Klick über deren Leistungen informieren. Die Broschüre
lässt sich bequem als URL verschicken und ist auf alle mobilen Endgeräte angepasst.
Die Broschüre ist in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen JS Deutschland
entstanden und für den DPV vollkommen kostenneutral.
Finanziert wurde die Arbeit durch die darin enthaltenen Anzeigen unserer Partner.
Folgende Sponsoren konnten wir gewinnen:

  • Neanderklinik Harzwald GmbH – Seniorenpflegebereich
  • Stiegelmeyer
  • Skywell
  • Clinic Dress
  • Malsch – care & clinic design
  • Bristol-Myers-Squibb
  • Deutsches Krankenhausinstitut DKI

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei unseren Mitgliedern, die an der Broschüre mitgewirkt haben, und bei unserer Vorsitzenden Martina Röder, die das Projekt mit einer Anzeige unterstützt hat und uns darüber hinaus den Fototermin in ihrer Einrichtung ermöglichte. Dadurch befinden sich in der Broschüre viele authentische Fotos von Mitgliedern.
Wir wünschen viel Spaß beim "Blättern"!
Sie finden die Broschüre unter

http://www.unserebroschuere.de/DPV/WebView

Datum: 12.18

 

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Antworten finden Sie in unserem Flyer.

 

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